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VaterGedanken – Gute-Nacht-Geschichten

Eine britische Untersuchung hat gezeigt, dass es bei erschreckenden 16% der Familien keine Gute-Nacht-Geschichten mehr gibt und immerhin 30% nur noch einmal pro Woche Zeit für dieses Ritual finden. Das ist nicht wirklich überraschend, in Zeiten von Fernseher und Internet. Genauso wenig überrascht es mich übrigens, dass man diese Familien nie zu Gesicht bekommt. Persönlich trifft man ja fast ausschließlich Leute, die ausnahmslos lesen, den Fernseher eigentlich nur zu Dekorationszwecken angeschafft haben und allerhöchstens Dokumentationen auf Arte und Phönix schauen.

Den anderen 50%, die sich ja irgendwo verstecken müssen: Es ist sicher einfacher, die Kinder eine Weile vor dem Fernseher oder Computer zu beschäftigen, als gemeinsam mit ihnen zu schmökern. Zumal wenn „wichtige“ Dinge erledigt werden müssen. Dennoch lohnt es sich, an dieser Stelle über die eigenen Prioritäten nachzudenken, denn Lesen ist für Kinder ein wichtiger Teil ihrer Entwicklung. Wer seinen Kindern vorliest (und nein, Hörbuch vorzuspielen ist nicht dasselbe), spart sich später eventuell den Nachhilfelehrer

 oder die verzweifelte Suche nach Schuldigen für intellektuelles Versagen. Denn Studien zeigen: Kinder, denen vorgelesen wird, verfügen über einen erweiterten Wortschatz und haben es generell leichter in der Schule. Sie sind eher in der Lage, still zu sitzen und zuzuhören und können Informationen besser aufnehmen und behalten.

Bücher entführen ihre Leser zudem an Orte, reale und imaginäre, die sie ohne Literatur vielleicht niemals für sich entdeckt hätten. Bücher fördern Fantasie, Neugier und Weltoffenheit, und damit soziale Kompetenzen, die unsere Kinder für einen erfolgreichen und vor allem glücklichen Weg durchs Leben benötigen.

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Diskussionen

3 Gedanken zu “VaterGedanken – Gute-Nacht-Geschichten

  1. Reblogged this on KINDgerechtblog und kommentierte:
    insbesondere Märchen sind für die kindliche Entwicklung ungeheuer wichtig… http://kindgerechtblog.wordpress.com/tag/marchen/

    Verfasst von kindgerechtblog | November 4, 2012, 9:06 pm
  2. Das schadet ja auch nicht unbedingt. Mir geht es hier ja eher um das Ritual. Und da ist m.E. Lesen oder Vorlesen vorzuziehen gegenüber Sandmännchen, Sesamstraße oder was auch immer heute so im Angebot ist.

    Verfasst von papaego | November 4, 2012, 9:05 pm
  3. Ich setz meine Kinder schon ab und zu vor den Fernseher, aber Lesen hat Priorität.

    Verfasst von Xeniana | November 4, 2012, 8:58 pm

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